DEUTSCHLAND POKAL Sen III S Standard – eine Erfolgs-Story

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Weilheim:
Freitagmittag, Mehrzweckraum. Alle Helfer sind da. Matthias Zoubek gibt letzte Anweisungen für den heutigen Tag – und vor allem für den Samstag. Heute sollen die ersten Paare anreisen, die Stadthalle sehen, das Parkett prüfen.
16.00 Uhr, Stadthalle. Die ersten Paare sind schon da, obwohl das Eintanzen erst um 17.00 Uhr beginnen soll. Das Turnierbüro ist besetzt, und so können bereits 50 der erwarteten 76 Paare einchecken. Ab 17.00 Uhr beginnt das freie Eintanzen. Einigen ist der Boden zu glatt, anderen passt es grad so. Wünsche werden aufgenommen.
19.00 Uhr, Mehrzweckraum. Die „Offiziellen“ sind eingeladen zum Bayerischen Abend. Heimo und Irene Gnilka haben ein wunderschönes Buffet hergerichtet, die Tische sind weiß-blau gedeckt. Die „Hiesigen“ tragen Lederhosen und Dirndl – sehr zum Gefallen der Gäste. Langsam taut die angespannte Stimmung auf. Nach den Grußworten von Peter Handel, Rudolf Meindl und Dieter Pausch sorgt die Biermösl Blosn (von CD) für ausgelassene Stimmung. Während des Essens verbreitet das gekonnte Zitherspiel von Matthias Wambold (Jugendgruppe) bayerischen Flair.
Samstagmorgen, 8:30 Uhr, Stadthalle: Alle sind gespannt wie die Flitzebogen. Die ersten Paare kommen. Anfängliche Hindernisse werden gekonnt umgangen. Alle arbeiten als eingespieltes Team. Der Kaffee ist fertig. Die VIP’s sind auch schon da. Pünktlich um 9:00 Uhr startet das Eintanzen.
11:00 Uhr. Rudolf Meindl arbeitet wie ein Schweizer Uhrwerk. Er heißt die Paare willkommen und startet sofort die erste Runde. Richard und Gisela Raschke sind mit dabei. Am Flächenrand wimmelt es von befrackten Herren und Damen in aufwändigen Kleidern.
13:20 Uhr. Die erste Zwischenrunde startet. Jubel unter den Weilheimern. Raschkes haben den Sprung geschafft und sind weiter gekommen. Man sieht ihnen die Freude darüber an. Gisela strahlt bei jedem Tanz. Weiter kommen sie nicht, aber das haben sie auch nicht erwartet. Über den Platz in der 1. Zwischenrunde äußern sie sich sehr zufrieden.
In der Pause zeigen die „Dirty Dancers“ ihr Können. Die Truppe um Verena Sommerer und Matthias Zoubek hat einiges an der Choreographie geändert und perfektioniert. Tosender Beifall ist ihr Lohn. H. Lobert, einer der Wertungsrichter, outet sich als stellvertretender Bundesjugendwart und fragt nach, ob nicht auch ein Jugend-Deutschland-Pokal in Weilheim ausgerichtet werden kann.
Das Catering-Team um Zoubeks und Nowaks hat alle Hände voll zu tun. Über 30 Kuchen stehen zur Auswahl, daneben belegte Semmeln, Baguettes und Wiener. Rudolf Meindl gibt Nachhilfe in Bayerisch: „Wenn Sie beim Catering-Team ein Wurstbrötchen verlangen, bekommen Sie nichts. Verlangen sie eine Wurstsemmel, dann bekommen Sie ein Wurstbrötchen.“
Schon jetzt wird häufig Lob laut von Seiten der Turnierpaare – über die gute Verpflegung, die Garderobenaufteilung, die Organisation. Das spornt an. Langsam lässt die Spannung nach und weicht der Routine. Turnierleiter Rudolf Meindl gibt die 25 Paare für die abendlichen Zwischenrunden bekannt. Jubel und Enttäuschung. Aber auch den  Enttäuschten gefällt es in der Stadthalle, und viele wollen am Abend kommen.
18:00 Uhr, Stadthalle. Die Catering-Ecke ist abgebaut, die Tische für die Turnierpaare stehen. Alles wird weiß eingedeckt. Deko mit Rosenblüten wird verteilt. Kerzen werden angezündet. Die Paare sind schon wieder in den Garderoben und machen sich warm. Die „Flying Circles“ bauen auf.
19:00 Uhr, Einlass. Die ersten Besucher kommen. Nur zögerlich füllt sich die Stadthalle. Viel zu viele Karten sind noch übrig. Die ausgeschiedenen Paare vom Nachmittag besetzen die leeren Tischreihen.
19:40 Uhr: Peter Handel begrüßt die Gäste, der Ball wird eröffnet. Noch haben auch die Helfer Zeit für eine Tanzrunde.
20:00 Uhr: Das Turnier beginnt Die Paare geben alles. Es wird schwer werden für die sieben Wertungsrichter. Zwischen den Runden hat das Publikum die Möglichkeit zu tanzen. Positiv an den wenigen Besuchern ist das Platzangebot auf der Tanzfläche.
Verena Sommerer, amtierende zweifache Europameisterin, zeigt eine andere Seite des Tanzens und präsentiert ihre Kür, mit der sie 2007 Dritte der Weltmeisterschaft im Solo-Schautanz wurde. Einigen Besuchern bleibt vor Staunen der Mund offen stehen. Auch sie erntet tosenden Beifall.
Im Semi-Finale steigen Stimmung und Spannung auf den Höhepunkt. Die Tänzer werden vom Applaus des Publikums getragen. Paul Handel erntet Lob für die Musikauswahl. Er hat es geschafft, bis jetzt keinen Titel zu wiederholen (seit 11.00 Uhr morgens).
Die Lumbago-Show-Dancers zeigen in der Turnierpause vor dem Finale ihre neue Choreographie. Viele Bildwechsel, schöne Linien und interessante Details bringen auch ihnen Beifall und Anerkennung vom fachkundigen Publikum.
In der offenen Wertung des Finales wird schon beim ersten Tanz klar, dass die Favoriten auch heute gewinnen wollen. Mit fünf der sieben möglichen Einsen legen sie eine Wertung vor, die sich durch alle Tänze zieht. Schließlich stehen sie ganz oben auf dem Treppchen: Christian Böhm und Elisabeth Striegan-Böhm vom Tanzsportclub Dortmund sind strahlende Sieger. Für eine große Überraschung sorgt der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten, der Bayerische Löwe. Ganz vorsichtig wird er in Luftpolsterfolie gepackt, als es zur Siegerparty ins Vereinsheim geht. Und dort wird nochmal so richtig gefeiert. Günter de Koster (6. Platz) hat Kuchen mitgebracht und spielt auf der Gitarre und der Mundharmonika. Die ausgelassene Stimmung der Tänzer springt bald über auf die Organisatoren der TSA. Und Chairman Michael Eichert vom DTV macht die vielsagende Bemerkung: „Die Organisatoren des DP haben sich mit dieser Veranstaltung für Höheres empfohlen!“, was unseren Chef-Organisator Matthias Zoubek erröten lässt. Breites Grinsen in den anderen Gesichtern.
Wir haben es geschafft. Und das viele Lob von allen Seiten, das auch am Sonntag und Montag noch kam, beweist uns, dass wir es gut gemacht haben. Rudolf Meindl schreibt als Präsident des LTVB: „Sie und Ihr Team haben sich unglaublich viel Mühe gegeben und auch an viele Kleinigkeiten im Vorfeld gedacht, so dass nichts dem Zufall überlassen war und der Deutschlandpokal absolut reibungslos abgelaufen ist… Sie haben damit einen wichtigen Beitrag zur positiven Imagepflege des LTVB über Bayern hinaus geleistet.“

Aber wir hätten es nicht geschafft ohne die vielen, vielen guten Geister, denen wir hier besonders danken wollen.
Allen Helfern der TSA an den beiden Tagen! Ihr habt alles gegeben und es war alles perfekt!
Allen Sponsoren, ohne die wir nicht so großzügig hätten auftreten können.
Herrn Meindl, der immer ein offenes Ohr für unsere Fragen und Anregungen hatte, und der als Turnierleiter für super Stimmung und reibungslosen Ablauf diese Riesenturniers sorgte.
Den Damen und Herren Wertungsrichtern, die die Qual der Wahl hatten
Den Tänzern und Tänzerinnen, die einen teilweise sehr weiten Weg auf sich genommen haben, um beim Deutschland-Pokal zu starten. Ohne sie wäre das Turnier wirklich nicht möglich gewesen.
Den Organisatoren, die sich immer wieder zusammengerauft haben und bis zum Schluss durchgehalten haben.
All denen und den vielen Ungenannten einfach nur
Danke

Kerstin Uhl

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